Zeitschrift KARDIOTECHNIK

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Bücherjournal




 

Patientenorientierte Forschung

Einführung in die Planung und Durchführung einer Studie
Lucas M. Bachmann, Milo A. Puhan, Johann Steurer (Hrsg.)
Verlag Hans Huber, Bern, 1. Aufl. 2008
ISBN-13: 978-3-456-84538-8
116 Seiten, 12 Abb., 12 Tab., gebunden mit SU
Preis: 29,95 €



„Hurra, p < 0,05! – Na und?“ und „Patienten, Power, Prädiktionen“, diese zwei Veröffentlichungen von Beck-Bornholdt und Dubben in der KARDIOTECH-NIK (für Wiederleser: 3/2002 S. 92–93 und 1/2003 S. 24–27) hatten vielfach den Wunsch nach weitergehenden Angeboten zum Thema „Klinische Studien und Medizinische Statistik“ geweckt. Seit knapp zwei Jahren bringt die KARDIOTECHNIK regelmäßig Empfehlungen dazu im Bücherjournal. Seit dem Heft 2/2008 vermittelt PD Dr. Kranke in seiner Serie „Studien, Statistik und Signifikanz“ – die auch in dieser Ausgabe fortgeführt wird – Wissen darüber, und auch das hier vorzustellende Buch ist gut geeignet, das Bedürfnis unserer Leser zu erfüllen: Hier werden die Konzepte und Prinzipien der patientenorientierten Forschung verständlich dargestellt – für Forscher und für jeden, der Studien liest.
In den ersten Kapiteln werden die wichtigsten Prinzipien der Studienplanung dargestellt: Das Fundament jeder Studie ist das Festlegen der Hauptbeziehung, die untersucht werden soll. In weiteren Abschnitten erhalten Sie konkrete Angaben zur Messung der Zielgröße, zur Datenerfassung und Analyse der Daten. Das Management eines Forschungsprojekts, die ethischen Aspekte, das Schreiben eines Forschungsantrags und Tipps für das Schreiben einer Publikation sind weitere Themen dieses Buches. Nur ein Beispiel für die glänzende Klarheit des Buches sei hier gegeben. Die Autoren analysierten 50 Artikel in führenden Journalen, fanden heraus, dass diese – jeweils im Median – zwei Absätze für die Einleitung, sieben für die Methoden, sieben für die Ergebnisse und sechs für Diskussion enthalten, und zeigen nun, wie man mit ganzen vier Sätzen eine klinische Studie publikationsreif strukturiert: „Warum habe ich die Studie angefangen?“ und „Was habe ich gemacht?“, die Antworten auf diese beiden Fragen werden später der erste Satz und der letzte Satz der Einleitung sein. „Was habe ich herausgefunden?“ und „Was soll das bedeuten?“, die Antworten darauf bilden den ersten und den letzten Satz der Diskussion. Ein wunderbares Buch also, das vollkommen wäre, wenn die Hinweise zu Anträgen an die Ethikkommission nicht nur schweizerisches, sondern auch deutsches und österreichisches Recht berücksichtigen würden. Doch auch so ist es unbedingt zu empfehlen.

Holger Zorn, Halle (Saale)


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