Deutsche Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.

Informationen der DGfK

Kardiotechniker fordern Anerkennung als Heilberuf


Staatlich geregelte Aus- und Weiterbildung könnte die Sicherheit der Patienten erhöhen - Gesetzgeber sieht jedoch keinen Handlungsbedarf -

Die deutschen Kardiotechniker fordern die gesetzliche Anerkennung als Heilberuf. Der Kardiotechniker, bei jeder Herzoperation mitverantwortlich für das Leben des Patienten, ist der einzige "freie" Beruf im deutschen Gesundheitswesen, kritisiert Gerhard Lauterbach, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e. V. (DGfK), auf der 33. Internationalen Tagung seiner Gesellschaft in Celle. Er bemängelt das Fehlen staatlicher Regelungen für die Ausbildung und den Einsatz von Kardiotechnikern. Es solle nicht erst, wie vor einigen Wochen in der Schweiz geschehen, zu tragischen Fehlern kommen. Der Gesetzgeber will jedoch nicht aktiv werden. Ein eingereichter Gesetzentwurf wird vom Ministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung blockiert. Für die Zukunft, so Lauterbach, ist eine bundeseinheitliche Ausbildung auf Fachhochschulniveau zu fordern. Geeignete Studiengänge gebe es bereits, nur seien sie nicht verbindlich vorgeschrieben.

Holger Zorn, Mai 2004

Pressekontakt:
Johannes Gehron
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