Informationen der DGfK
Kardiotechniker streben Anerkennung als Beruf an
- Gesetzentwurf vorgelegt -
Die deutschen Kardiotechniker streben die gesetzliche Anerkennung ihres
Berufsstandes an. Der Kardiotechniker, bei jeder Herzoperation unverzichtbar,
ist der einzige "freie" Beruf im deutschen Gesundheitswesen, kritisierte
Gerhard Lauterbach, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik
e. V. (DGfK), auf der 32. Internationalen Tagung seiner Gesellschaft in
Celle. 2002 wurden in Deutschland 100.062 Operationen am Herzen durchgeführt,
davon 96.320 mit und 3.742 ohne Herz-Lungen-Maschine. Lauterbach bemängelte
das Fehlen jeglicher staatlicher Anforderungen an den Einsatz von Kardiotechnikern
und fordert für die Zukunft eine bundeseinheitliche Ausbildung auf Fachhochschulniveau.
Bisher gibt es nur im Land Berlin eine verbindliche Regelung der Ausbildung
auf dem Niveau einer Berufsakademie. Unsere europäischen Nachbarn sind da
schon sehr viel weiter: Gesetzliche Regelungen gibt es in Norwegen, Dänemark,
Groß-Britannien, den Niederlanden, Österreich und Italien. Dies auch im
Land mit den meisten Herzoperationen Europas zu erreichen, hat die DGfK
ein "Gesetz über den Beruf des Kardiotechnikers" entworfen und den zuständigen
Stellen zugeleitet. Sie handelt damit auch im Interesse aller Herzpatienten,
die wie jeder Patient ein Recht auf staatlich geprüftes Personal im Operationssaal
haben.
Holger Zorn, Mai 2003
Pressekontakt:
Johannes Gehron
Deutsche Gesellschaft für Kardiotechnik e. V.
Tel.: 0641 / 9944257
