Mitteilungen der DGfK
Bekanntmachung des Vorstands der DGfK
Die Anerkennung des Berufs Kardiotechnik in Deutschland
hat für die Deutsche Gesellschaft für Kardiotechnik (DGfK) oberste Priorität.
Nur über eine offizielle Anerkennung des Berufsbilds kann der Beruf seine
Aufgabengebiete und Verantwortungsbereiche schützen und erweitern. Die Organisation
dieses Projekts und der damit verbundenen notwendigen Kurse bedeutet einen
hohen personellen und mentalen Aufwand. Der Vorstand der DGfK hat deshalb
beschlossen einen akademischen Beirat zu gründen. Dieses Gremium soll sich
ausschließlich mit der Thematik der Berufsanerkennung beschäftigen und ist
nach dem Vorbild des wissenschaftlichen Beirats organisatorisch dem Vorstand
der DGfK unterstellt – siehe
Organigramm:
• Die Mitglieder des akademischen Beirats werden vom
Vorstand der DGfK bestellt.
• Die Delegierten der beteiligten Berufsverbände
werden vom Vorstand bei den jeweiligen Verbänden angefragt.
• Den Vorsitz
führt ein klinisch tätiger Kardiotechniker.
• Der akademische Beirat ist
dem Vorstand der DGfK rechenschaftspflichtig.
• Der Vorstand der DGfK hat
ein Vetorecht für Entscheidungen des Beirats.
Dem Rat gehören folgende
Mitglieder an:
• mind. 1 Mitglied des Vorstands der DGfK
• 1 Vorsitzender
• Erster Sekretär
• Vertreter nationaler Hochschulen bzw. anerkannter Ausbildungsstätten
mit Schwerpunkt Kardiotechnik
• Delegierter der DGTHG
• Nationaler Delegierter
der DGfK zum EBCP
Zum Vorsitzenden des akademischen Beirats wurde Herr
Adrian Bauer berufen und zum ersten Sekretär Herr Johannes Gehron. Als Vertreter
der Schulen bzw. Hochschulen werden Herr Prof. Gerd Haimerl, Herr Dipl.-Med. Päd.
Frank Merkle und Herr Prof. Hans-Joachim Weber dem Beirat angehören.
Der
Delegierte der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herzund Gefäßchirurgie (DGTHG)
wird in den nächsten Wochen dort angefragt. Das EBCP hat laut Beschluss von Kopenhagen
2010 an die DGfK eine Akkreditierung zur Durchführung eines Upgrade-Kurses für
die nachträgliche Qualifizierung aller klinisch tätigen Kardiotechniker in Deutschland
ohne ECCP vergeben. Der akademische Beirat dient zunächst als organisatorische
Stelle zur Durchführung dieses Upgrade-Kurses.
Aufgaben:
•
Kontakt zu Ausbildungsstätten
• Kontakt zu anderen internationalen Fachgesellschaften
und zu europäischen Gesellschaften (EBCP)
• Erarbeitung von Anerkennungskonzepten
ausländischer Ausbildungen und Zertifizierungen bzw.
•
Berufsanerkennungen (z. B. Großbritannien, Österreich, USA), Erstellung des Ausbildungscurriculums
• Organisation der praktischen und theoretischen Prüfungen
• Finanzielle
Planung unter Absprache mit dem Vorstand der DGfK
Stichtag für eine Aufnahme
in das Programm ist eine Beschäftigung als Kardiotechniker am 1. Mai 2010. Die
absolute Dauer des Kurses beträgt zunächst 5 Jahre. Es soll angestrebt werden,
berufsbegleitend Kurse zu absolvieren. Jedes Jahr sollen alle Kurse in den relevanten
Fächern angeboten werden. Dies bedeutet, dass der gesamte Kurs innerhalb eines
Jahres (ca. 5 Wochen Schule/ Jahr) absolviert werden kann oder über bis zu 5 Jahre
verteilt wird (ca. 1 Woche Schule/ Jahr). Für die unterschiedlichen Fächer werden
Fortbildungspunkte (FP) erworben. Hat man alle Punkte erreicht, wird die Zulassung
zur Prüfung nach ECCP erteilt.
Vorstand der Deutschen Gesellschaft für
Kardiotechnik e.V.
KARDIOTECHNIK Dezember 2010
Wichtige Beschlüsse der Mitgliederversammlung
Nach den Rechenschaftsberichten von Vorstand und Schatzmeister standen auf der
Mitgliederversammlung am 14.11.2010 in Weimar wichtige Weichenstellungen der DGfK
zur Abstimmung an:
1. Geplante Satzungsänderung: Aus den Bezeichnungen
„Vorsitzender“ und „stellvertretender Vorsitzender“ soll analog zu den Bezeichnungen
in anderen medizinischen Fachverbänden „Präsident“ und „Vizepräsident“ werden.
Außerdem sollen diese beiden Ämter maximal nur noch über zwei Amtsperioden von
den gleichen Personen wahrgenommen werden können. Die Amtsperiode aller Vorstandsmitglieder
sollte von zwei auf drei Jahre erweitert werden, um längerfristige Projekte auch
wirkungsvoll zum Abschluss bringen zu können.
2. Gemeinsame DGfK-Jahrestagung/
Fokustagung: Als Pilotprojekt soll es 2011 eine gemeinsame Tagung in Weimar geben.
Die 40. Internationale Jahrestagung der DGfK wird erweitert um die 3. Fokustagung
der DGTHG. Über eine endgültige Zusammenlegung dieser beiden Veranstaltungen wird
auf der Mitgliederversammlung 2011 erneut abgestimmt. Die Mitglieder stimmten
mit großer Mehrheit (über Zweidrittel aller Stimmen) für diese Anträge des Vorstands.
Frank Born, Schriftführer
KARDIOTECHNIK Dezember
2010
Strukturpapier "EKZ außerhalb des OPs"
Liebe Kolleginnen und Kollegen, im Namen des Vorstands möchte ich noch kurz einige
Erläuterungen zu dem veröffentlichten Strukturpapier geben. Dieses wurde unter
dem Titel „Einsatz
einer extrakorporalen Zirkulation (EKZ) außerhalb eines herzchirurgischen Operationssaals:
Indikationen, Rahmenbedingungen und Empfehlungen für den praktischen Einsatz“
gemeinsam von den Vorständen der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und
Gefäßchirurgie (DGTHG), der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e. V. (DGfK)
und der Arbeitsgruppe EKZ/MKU der DGTHG verfasst. Die rasante Entwicklung von
minimierten transportablen Herz-Lungen-Maschinen führte in den letzten Jahren
zu einem sprunghaften Anstieg der Einsätze dieser Systeme auch in Bereichen außerhalb
eines herzchirurgischen Operationssaals und somit auch in fachfremden Disziplinen.
Ziel dieses Strukturpapiers ist es, allgemeine Aspekte und die Ausgangssituation
dieser Systeme darzustellen, um eine interdisziplinäre Versorgung zu strukturieren
und Patienten sicher versorgen zu können. Außerdem werden Indikationen zur EKZ
außerhalb eines herzchirurgischen OP-Saals dargestellt, aber auch die Rahmenbedingungen
inklusive der erforderlichen Qualifikation der Personen, die solche Systeme einsetzen,
festgelegt. Empfehlungen für die Praxis schließen das Ganze ab. Da das Strukturpapier
zur EKZ außerhalb des OP-Bereichs einen großen Leserkreis erreichen soll, erscheint
es deshalb parallel in verschiedenen Medien: in der KARDIOTECHNIK sowie in englischer
Fassung im „Thoracic and Cardiovascular Surgeon“.
Christoph Benk, Vorstand
der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.
KARDIOTECHNIK
September 2010
Ergebnisse der Trendumfrage zur Jahrestagung 2011
Im Februar dieses Jahres beschloss der DGfK-Vorstand,
alle Mitglieder zu einer wichtigen geplanten Veränderung der Internationalen Jahrestagung
2011 schriftlichzu befragen. Es ging um das Pilotprojekt von DGTHG und DGfK, die
Fokustagung in unsere Jahrstagung zu integrieren. Die Frage an rund 460 ordentliche
Mitglieder lautete: „Sind Sie dafür, dass die 40. Internationale Jahrestagung
der DGfK in Weimar 2011 gemeinsam mit der Fokustagung der DGTHG durchgeführt wird?“
Das Ergebnis: ja 148, nein 33.
Das
Ergebnis der Umfrage zeigt den bereits von den Mitgliedern geäußerten Wunsch,
die Tagungen der DGfK und der Fokustagung 2011 zusammenzulegen. Leider wird neben
dem eindeutigen Votum auch der hohe Anteil der Mitglieder deutlich, die nicht
geantwortet haben. Dies ist insofern bedauerlich, da es sich hier um eine sehr
wichtige Frage für den Verband handelt. Die Antwort wäre zudem ganz einfach und
anoym per Postkarte oder Fax möglich gewesen. Auf der Mitgliederversammlung in
Weimar wird der Vorstand den anwesenden Mitgliedern die gleiche Frage zur Abstimmung
vorlegen.
Dieter Lorenz, Bad Nauheim
KARDIOTECHNIK
September 2010
Neues Verbandslogo
Mit dem ersten Jahrgang der Zeitschrift KARDIOTECHNIK entstand 1992 auch ein neues
Verbandslogo. Es löste das seit 1980 in Varianten verwendete Emblem ab. Da inzwischen
die Zeiten der Zahnräder in der Kardiotechnik entgültig vorbei sind, beschloss
der Vorstand der DGfK auf seiner Sitzung in Weimar, eine Modernisierung des Logos
in Angriff zu nehmen.
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| 1980 -1992 | 1992 - 2010 |
2010 |
Das Ergebnis: Wesentliche Elemente
wie die Farben Rot und Blau sowie die beiden Kreise mit der „Herzkurve“ blieben
erhalten, wurden aber im heutigen Grafikstil prägnanter und ausdrucksvoller gestaltet.
Sie finden das neue Logo ab sofort nicht nur in der Zeitschrift KARDIOTECHNIK,
sondern nach und nach auf weiteren Veröffentlichungen der DGfK wie z. B. den Ankündigungen
zur nächsten Jahrestagung. Dabei werden Sie weitere Veränderungen feststellen:
| – – | Die Kurzform „DGfK“ wird
in Kombination mit dem Logo deutlich hervorgehoben, da diese im Sprachgebrauch
sowieso schon lange verwendet wird. Gleichzeitig soll damit die Außenwirkung verstärkt
werden |
Der neue Vorstand hat sich für die Zukunft
viel vorgenommen – dies sind einige der ersten optischen Ergebnisse.
Gunter Morche, Hamburg
KARDIOTECHNIK Mai 2010
Herzchirurgen-Jahrestagung
Die
39. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
fand vom 14. bis 17. Februar 2010 unter dem Motto „Mit Herz und Verstand“ in Stuttgart
statt. Im Zuge der komplexer werdenden Behandlungsstrategien werden zunehmend
interdisziplinäre, individuell auf den Patienten zugeschnittene Therapieansätze
verfolgt. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, hatten in den „Joint Sessions“
neben den Ärzten aus der Kardiologie, Kinderkardiologie, Thoraxchirurgie, Gefäßchirurgie
auch wir Kardiotechniker die Möglichkeit, ein Symposium abzuhalten. Die Einladung
zum Kongress erfolgte wie in den letzten Jahren durch die Herzchirurgen und das
Symposium wurde eigenständig und aktiv durch die DGfK gestaltet.
Themenschwerpunkt
in diesem Jahr war der Einsatz von ECLS / ECMO. Gerade dieses Thema unterstrich
den interdisziplinären Anspruch des Kongresses und war sowohl für uns Kardiotechniker
als auch für Ärzte aus allen betroffenen Bereichen von hohem Interesse. Tagungspräsident
war Prof. Dr. Rüdiger Lange, Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie,
Deutsches Herzzentrum München.
Kardiotechnikersitzungen :
Programm
Symposium Perfusionists im pdf-Format
Adrian Bauer, Vorstand DGfK,
Coswig
KARDIOTECHNIK Februar 2010




