Herz-Lungen-Maschine (HLM)
Modified Adult Perfusion System – MAPS
Die EKZ ist nach wie vor die Schlüsseltechnologie bei der Durchführung von
Herzoperationen. Dies gilt in besonderem Maße für die Koronarchirurgie.
Perfusionssysteme und Perfusionsstrategien wurden in den zurückliegenden
Jahren wiederholt modifiziert und den jeweiligen gegebenen technischen Möglichkeiten
angepasst. Die Innovationen in der Oxygenator- und Blutfilterentwicklung
sowie bei der Oberflächenbeschichtung waren Meilensteine für die Optimierung
der EKZ. Es besteht somit durchaus die Notwendigkeit, EKZ-Systeme weiter
zu optimieren, in ihrer Anwendung noch sicherer zu gestalten, um damit für
die Patienten nachteilige Effekte konventioneller EKZ-Systeme zu minimieren.
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im Beitrag von F. Born im pdf-Format ......
Röntgenologische
Untersuchung der Strömungseigenschaften funktioneller Komponenten der Herz-Lungen-Maschine
Bei der unphysiologischen Durchströmung von Blut durch eine Herz-Lungen-Maschine
kommt es durch Querschnittsveränderungen im blutführenden System, auftretende
Turbulenzen und Strömungsumlenkungen zu einer mechanischen Beanspruchung
der zellulären Bestandteile des Blutes. Die Folgen dieser Beanspruchung
sind vor allem in einer erhöhten Hämolyserate, einer verstärkten Thrombozytenaggregation
und in der Aktivierung des Komplementsystems zu sehen. Aus diesem Grund
sind Kenntnisse über die Blutströmung innerhalb der funktionellen Komponenten
der Herz-Lungen-Maschine von hohem Interesse. Mehr
im Beitrag von T. Frank im pdf-Format ......
ASD-Verschluss
in minimalinvasiver Technik mittels femoraler Zweistufenkanüle
Eine 70-jährige Patientin kam mit der Diagnose einer frei flottierenden
Struktur im vergrößerten rechten Vorhof. Bei der Patientin wurden außerdem
mehrere Vorhofseptumdefekte in der transthorakalen Echokardiographie diagnostiziert.
Aufgrund ihrer Vorerkrankungen entschied man sich für eine minimal-invasive
Operation. Bei diesem minimal-invasiven Eingriff mittels femoraler Kanülierung
entschieden wir uns für eine neue femorale venöse Two- Stage-KanüleFemoral
Venous Cannula 23/25 Fr. . Die Problematik stellte sich durch den totalen
Bypass. Mehr
im Beitrag von H. Kusber im pdf-Format ......
Schweres
Kälteautoantikörpersyndrom bei Aortenaneurysma
Im Herzzentrum Bodensee Konstanz wurde eine 74-jährige Patientin mit Aortenaneurysma
und Aortenklappeninsuffizienz unter Einbeziehung des Aortenbogens in die
kardiologische Klinik aufgenommen. Wegen des Durchmessers des Aneurysmas
wurde eine dringliche Operationsindikation gestellt. Geplant war ein Eingriff
in tiefer Hypothermie und Kreislaufstillstand. Bei der Patientin wurden
kurz vor dem Eingriff Kälteautoantikörper der Spezifität Anti I bekannt.
Dies führte zu einer kompletten Veränderung der geplanten OP-Strategie.
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im Beitrag von T. Dreizler im pdf-Format ......
Volatile
Anästhetika an der Herz-Lungen-Maschine
Die Erkrankungen des kardiozirkulatorischen Systems sind als sogenannte
„Volkskrankheiten“ weiter im Ansteigen begriffen. Deshalb gewinnt die Optimierung
der perioperativen Phase mit dem Ziel, die operationsbedingte Morbidität
und Mortalität zu senken, zunehmend an Bedeutung, zumal operative Eingriffe
mit hohem Risiko zusehends auch auf Patienten mit hohem Lebensalter ausgedehnt
werden. „Kardioprotektion“ im weitesten Sinne meint den Schutz vor negativen
kardiovaskulären Ereignissen. Einer dieser effektiven Mechanismen, der in
Laborversuchen in vielfältiger Weise mit Blick auf seine Effektivität belegt
wurde, ist die sogenannte „ischämische Präkonditionierung“: Eine kurze ischämische
Episode führt hier zu einem relativen Schutz vor den deletären Auswirkungen
eines nachfolgenden längeren ischämischen Ereignisses. Im Gefolge dieser
Entdeckung wurden andere Interventionen, darunter auch die Zufuhr volatiler
Anästhetika, ebenfalls mit protektiven Effekten hinsichtlich der negativen
Auswirkungen ischämischer Ereignisse in Verbindung gebracht. Die Anästhetika-induzierte
Präkonditionierung ist mittlerweile in Tierversuchsmodellen gut belegt und
untersucht. Offen sind jedoch nach wie vor die genauen Mechanismen dieser
Art der Präkonditionierung und die Bewertung der Übertragbarkeit der labor
experimentellen Ergebnisse auf die klinischen Prozesse. Die vorliegende
Übersichts arbeit gibt jüngste Forschungsergebnisse zur Anästhetika-induzierten
Präkonditionierung wieder und beschreibt klinische Anwendungsoptionen dieser
Form der Kardioprotektion im perioperativen Setting.
Mehr im Beitrag von A. Redel im pdf-Format ......
Standard
der extrakorporalen Zirkulation in der Klinik für Herzund Thoraxchirurgie
des Universitätsklinikums der Martin- Luther-Universität Halle (Saale)
Diese Arbeit beschreibt den an unserer Klinik zurzeit üblichen, schriftlich
niedergelegten Ablauf der extrakorporalen Zirkulation (EKZ) bei Erwachsenen
in sechs Kapiteln: Vorbereitung auf die EKZ, Aufnahme der Perfusion, kardioplegische
Verfahren, Durchführung der EKZ, Entwöhnung vom kardiopulmonalen Bypass
und Nachbereitung der EKZ. Dieser Standard dient uns sowohl zur Qualitätssicherung
als auch zur Vermeidung unnötiger Kosten – zwei Ziele, die sich nicht ausschließen
müssen. Er wird auf mehr als 90 Prozent aller Fälle angewendet und dann
auch eingehalten. Berufsanfänger und Praktikanten bekommen so in unserem
Haus einen verbindlichen Ablauf zur Planung und Durchführung des kardiopulmonalen
Bypasses an die Hand, der ihnen hilft, schon zu einem vergleichsweise frühen
Zeitpunkt selbstständig zu arbeiten.
Mehr im Beitrag von S. Pretsch im pdf-Format ......
Aktuelle
Herz-Lungen-Maschinen im Vergleich
Im Rahmen der Planung einer Neuanschaffung von Herz-Lungen-Maschinen führten
wir am Ende des Jahres 2005 Perfusionen mit den drei zurzeit in Deutschland
aktuellen Maschinen der Firmen Maquet, Terumo und Stöckert durch. Die dabei
gewonnenen Erfahrungen haben wir in kleinen Testberichten zusammengefasst,
welche die Entscheidungsfindung für den Kauf der neuen Maschinen erleichtern
sollten. Bei der Beurteilung stand dabei absichtlich nicht der objektive
Vergleich der Maschinendaten im Vordergrund, sondern der Eindruck, welcher
beim täglichen Gebrauch im Routineeinsatz entsteht. Die Idee, diese Testberichte
zu veröffentlichen, entstand erst nach Abschluss der Testreihe. Mehr
im Beitrag von H. Weise im pdf-Format ......
Perfusionstechnik
bei pulmonaler Thrombendarteriektomie
Die pulmonale Thrombendarteriektomie (PTE) wurde bereits 1956 als Behandlungsverfahren
für Patienten mit chronischer thromboembolischer pulmonaler Hypertonie diskutiert
und 1957 erstmalig – allerdings erfolglos – klinisch angewandt. Die operative
Desobliteration der Pulmonalarterien erfolgte nach Sternotomie in In-Flow-Occlusion
unter Ganzkörperkühlung. 1964 setzten Kaselmann und Mitarbeiter erstmalig
die Herz-Lungen-Maschine bei einer solchen Operation ein. In der Folgezeit
wurden von mehreren Zentren in Nordamerika, Frankreich und Japan kleinere
Fallzahlen von pulmonalen Thrombendarteriektomien publiziert. Mehr
im Beitrag von Th. Petry im pdf-Format ......
Pulmonale
Funktionsstörungen nach extrakorporaler Zirkulation
– Spielt das Lungenmanagement während EKZ eine Rolle?
Pulmonale Funktionsstörungen zählen zu den häufigsten Komplikationen nach
Herzoperationen mit extrakorporaler Zirkulation (EKZ), wobei neben Atelektasen
die Bypass- induzierte endotheliale Dysfunktion im Vordergrund steht. Prophylaktische
und therapeutische Optionen umfassen Modifikationen der Herz-Lungen-Maschinen,
der Schlauchsysteme sowie der Bypass-induzierten Entzündungsreaktion. Nur
wenige Studien befassen sich mit dem Lungenmanagement während EKZ. Mehr
im Beitrag von S. A. Loer im pdf-Format ......
Einbau
von Narkosegasvaporen in der Herz-Lungen-Maschine
Die Applikation volatiler Anästhetika während der extrakorporalen Zirkulation
erfordert die Installation von Narkosegasvaporen an der Herz-Lungen-Maschine.
Der Vapor wird dabei in den Frischgasschlauch des Oxygenators eingeschleift.
Die Gasmischung an der Herz-Lungen-Maschine erfolgt ähnlich der Mischung
während Allgemeinanästhesie am Narkosegerät. Für die Mischung des Sauerstoff-Luft-Verhältnisses
sind Rotameter und auch Gasmischer gebräuchlich, die es erlauben, mit einem
Drehknopf direkt die Sauerstoffkonzentration einzustellen. Aus dem Mischer
wird das „Beatmungsgas“ dann über den Frischgasschlauch direkt in den Oxygenator
eingeleitet. Die (Polypropylen-)Membran des Oxygenators ermöglicht den Gasaustausch.
Über eine oder mehrere Öffnungen wird das „exspiratorische Gas“ in die Umgebung
abgegeben.Mehr
im Beitrag von R. Tassani - Prell im pdf-Format ......
Kälteagglutinine
in der Herzchirurgie: Literaturübersicht und Konsequenzen für das operative
Management
Kälteautoantikörper lassen sich in niedriger Konzentration im Blut vieler
gesunder Menschen nachweisen und haben in der Regel keine klinische Bedeutung.
Im Rahmen von Operationen mit der Herz-Lungen-Maschine und Hypothermie können
aber Komplikationen wie Hämolyse oder Autoagglutination mit nachfolgenden
Organschäden auftreten. Bis heute haben zahlreiche Methoden zur Vermeidung
von kälteagglutininbedingten Komplikationen bei Operationen am Herzen in
Hypothermie unter Verwendung der extrakorporalen Zirkulation ihren Einsatz
gefunden. Diese Arbeit gibt einen Überblick über die Bedeutung der Kälteagglutinine
im Zusammenhang mit Operationen unter extrakorporaler Zirkulation und Empfehlungen
zum operativen Management dieser Patienten. Mehr
im Beitrag von N. Madershahian im pdf-Format ......
Das
Gerinnungssystem während extrakorporaler Zirkulation
Herzchirurgische Eingriffe führen zu einer Beeinträchtigung sowohl der plasmatischen
als auch der thrombozytären Gerinnung, ca. 1–3 % der Patienten müssen aufgrund
dieser Gerinnungsstörung revidiert werden. Die Ursachen für diese Gerinnungsstörungen
sind mannigfaltig: Wesentliche pathophysiologische Mechanismen, die bei
Einsatz der extrakorporalen Zirkulation auftreten, sind die notwendige Antikoagulation,
die Aktivierung der plasmatischen Gerinnung und der Thrombozyten sowie inflammatorische
Vorgänge. Mehr
im Beitrag von M. Hartmann im pdf-Format ......
Das
Immunsystem während extrakorporaler Zirkulation
Das Immunsystem dient dem Organismus vornehmlich zur Abwehr von Krankheitserregern
und Fremdstoffen (z. B. Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilzen). Darüber
hinaus hat es die Fähigkeit, krankhaft veränderte körpereigene Zellen zu
erkennen und zu beseitigen. Dem Organismus stehen dabei die unspezifische
(angeborene) und die spezifische (erworbene) Abwehr zur Verfügung, die sich
bei einer Immunantwort gegenseitig ergänzen können. In der Folge von Immunreaktionen
entstehen Entzündungen, die zur Beseitigung der schädigenden Reize führen.
Überschießende Immunreaktionen können in Form von Allergien auftreten. Mehr
im Beitrag von A. Koch im pdf-Format ......
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Maik Foltan, Webmaster der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.

