Deutsche Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.

Fortbildung


Prüfen Sie Ihr Fachwissen


Lieber Internetnutzer,

ich möchte Ihnen die Möglichkeit geben, Ihr Fachwissen in Form eines Quiz zu prüfen. Dieses Quiz wird jeden Monat um weitere Fragen ergänzt und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll Ihnen in unterhaltsamer Form Ihr Wissen auffrischen. Vor der Veröffentlichung der Fragen und Antworten auf den Internetseiten der DGfK werden diese mit dem wissenschaftlichen Beirat der DGfK abgestimmt. Gerne können Sie mir auch Fragen oder Themenvorschläge zusenden.
Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß mit den Fragen zu den Themen: Vorhofflimmern, Diabetes Mellitus, Hochfrequenzchirugie, Statistik, Myokardprotektion, Sauerstoffmetabolismus, Computertomographie, Embryonalkreislauf, Sensorik an der HLM, Thrombozyten, Säure-Basen-Haushalt, Anomalie, Ultraschall, Blutkreislauf, Gefäßwiderstand, Katecholamine, Gehirn, Protamin und Heparin, Erythrozyt, Niere, Koronarversorgung, Atmung und Sauerstoff.

Maik Foltan, Webmaster der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.

Thema: Vorhofflimmern

1. Das Vorhoflimmern ist:

a) Die häufigste Herzrhythmusstörung
b) Die zweithäufigste Herzrhythmusstörung
c) Die dritthäufigste Herzrhythmusstörung
d) Die vierthäufigste Herzrhythmusstörung

Die Vorhofflimmerfrequenz liegt bei :

a) 180-300 Schlägen pro Minute
b) 200-350 Schlägen pro Minute
c) 220-350 Schlägen pro Minute
d) 350-600 Schlägen pro Minute

3. Wie heißt der Score zur Abschätzung des Schlaganfallrisikos bei Vorhofflimmern?

a) AFTHS
b) CATHS
c) CHATS
d) EATCS

4. Selbst unter angemessener Behandlung mit Cumarinen kommt es bei Risikopatienten zu Hirnembolien.
Bei wie viel Prozent der Hochrisikopatienten kam es innerhalb von drei Jahren zu einem Hirninfarkt?

a) 11%
b) 16 %
c) 21%
d) 26 %


Thema: Diabetes Mellitus

1. Welche Aussage über Diabetes Mellitus ist richtig?

a) Typ 1 tritt häufiger auf als Typ 2
b) Ist eine erbliche chronische Stoffwechselerkrankung
c) Wird immer durch Insulinmangel hervorgerufen
d) Bei diabetischer Stoffwechselsituation ist der Abbau von Fett verlangsamt

2. Welche Aussage über Insulin trifft nicht zu?

a) Wird in den Langerhans-Inseln des Pankreas produziert
b) Wird aus Proinsulin gebildet
c) Wird pulsierend ausgeschüttet
d) Wird in gleichbleibender Dosierung ausgeschüttet

3. Welche erwünschte Wirkung hat Insulin, wenn es bei einer Hyperkaliämie zusammen mit Glukose
ee verabreicht wird?

a) Die verabreichte Glukose erhöht die Nierenausscheidung und führt dadurch zu einer vermehrten
eeAusscheidung von Kalium. Insulin wird zur Metabolisierung der Glukose verabreicht.

b) Insulin fördert die Aufnahme von Kalium in den Intrazellularraum, dadurch kommt es kurzfristig
eezu einer schnellen Verminderung der extrazellulären Kaliumkonzentration.

c) Der Glukose-Insulin Stoffwechsel verbraucht Kalium, um Energieressourcen zu produzieren.
d) Insulin hat keinen Einfluss auf den Kaliumhaushalt, es wird lediglich zur Vorbeugung einer
ee Hyperglykämie verabreicht, die durch die alleinige Glukoseverabreichung entstehen würde.


4. Wo wird Insulin verstoffwechselt?

a) Leber
b) Nieren
c) Milz
d) Leber und Nieren
e) Leber und Milz
f) Niere und Milz


Thema: Hochfrequenzchirurgie

1. Welche unterschiedlichen Anwendungstechniken der Hochfrequenzchirurgie werden hauptsächlich angewandt?

a) Frequenzadaptierte und frequenzmodulierte Anwendungstechniken
b) Gleichstrom- und Wechselstromtechniken
c) Monopolare-, bipolare- und monoterminale Anwendungstechniken
d) Digitale und analoge Anwendungstechniken

2. Die HF-Elektrochirurgie basiert auf dem Jouleschen Gesetz. Wenn elektrischer Strom durch den menschlichen Körper fließt, treten welche drei verschiedenen Effekte auf?

a) Anstieg der Körperkerntemperatur, Kammerflimmern, Dehydration des Gewebes
b) Nervenstimulation (Faradischer Effekt), Elektrolyse, Erwärmung
c) Anstieg des Blutdrucks, Elektrolytverschiebung, Kammerflimmern

3. Welche Stromdichte [A/cm2] sind bei der HF-Chirurgie üblich?

a) 01 - 06 [A/cm2]
b) 06 - 10 [A/cm2]
c) 10 - 50 [A/cm2]
d) < 100 [A/cm2]

4. Mit Hilfe des thermischen Effekts wird in der HF-Chirurgie Gewebe geschnitten bzw. verödet. Wovon hängt der Grad der Erwärmung hauptsächlich nicht ab?

a) Glomuläre Filtrationsrate
b) Stromdichte
c) Spezifischer Widerstand des Gewebes
d) Einwirkungszeit der elektrischen Energie

Thema: Statistik

1. Was wird mit der Gaußschen Glockenkurve dargestellt?

a) Die Häufigkeitsverteilung einer gleichverteilten Größe
b) Die Dichtefunktion einer normalverteilten Größe
c) Der Mittelwert einer statistischen Größe
d) Die Standartabweichung einer signifikanten Größe

2. In welchen Bereich sind ca. 95% aller Messwerte bei einer Normalverteilung zu finden?

a) Im Intervall von ± 2x Standartabweichung vom Mittelwert
b) Im Intervall von ± Standartabweichung vom Mittelwert
c) Im Intervall von ± Erwartungswert vom Mittelwert
d) Im Intervall von ± 2x Erwartungswert vom Mittelwert


3. Wie sind die meisten Blutserumwerte einer Patientengruppe verteilt?

a) Normalverteilt
b) Poisson-verteilt
c) Gleichverteilt
d) Logarithmisch normalverteilt

4. Für den Median gilt:

a) Der Median entspricht immer dem arithmetischen Mittelwert.
b) Beim Median liegen 50% der ermittelten Werte unterhalb .
c) Der Median entspricht dem geometrischen Mittelwert.
d) Der Median spielt bei der Regressionsgeraden eine Rolle.

Thema: Myokardprotektion

1. Wie hoch ist der Sauerstoffbedarf im kardioplegisch stillgelegten und zusätzlich auf ca. 17° C gekühltem Herzen?

a) 4 - 7 ml/min/100g Gewebe
b) 3 ml/min/100g Gewebe
c) 1 ml/min/100g Gewebe
d) 0,1 - 0,2 ml/min/100g Gewebe

2. Während welcher Phase kann ein Reperfusionsschaden nicht eintreten?

a) Während der Narkoseinleitung und operativen Vorbereitung extrakorpoalen Zirkulation
b) Während des kardiopulmonalen Bypasses mit Aortenklemmnung
c) Reperfusion
d) Während der Aortenklemmung mit induziertem Kammerflimmern


3. Eine intrazelluläre Kardioplegielösung enthält

a) wenig Natrium und wenig Magnesium
b) wenig Kalium und wenig Magnesium
c) viel Kalium und viel Magnesium
d) viel Natrium und viel Magnesium

4. Mannitol in der Kardioplegielösung

a) fördert nicht die renale Ausscheidung
b) dient dem Herzen als Energielieferant.
c) vermindert durch eine gesteigerte Osmolalität eine Ödembildung im Myokard
d) verhindert die Bildung von freien Sauerstoffradikalen

Thema: Sauerstoffmetabolismus

1. Die Hüfner Zahl beschreibt

a) den Quotienten aus paO2 und O2 Konzentration in der Inspirationsluft.
b) die Sauerstoffbindungskapazität des Hämoglobins.
c) die Sauerstoffextraktionsrate.
d) den Sauerstoffgehalt des Blutes

2. Wieviel Sauerstoff (in ml) wird in 100 ml arteriellen Blutes (Hb 15g/dl) mit einer SaO2 von 97% und einem paO2 von 90 mmHg chemisch gebunden?

a) 14,5 ml
b) 19,5 ml
c) 24,5 ml
d) 29,5 ml


3. Wieviel Sauerstoff (in ml) wird in 100 ml arteriellen Blutes (Hb 15g/dL) mit einer SaO2 von 97% und einem paO2 von 90 mmHg physikalisch gelöst?

a) 2,7 ml
b) 5,7 ml
c) 7,7 ml
d) 12,7 ml


4. Die Sauerstoffdissoziationskurve des arteriellen Blutes beschreibt

a) das Verhältnis zwischen O2-Angebot und O2-Aufnahme
b) den Anteil des chemisch gebundenen O2 in Relation zum physikalisch gelösten O2
c) den Zusammenhang zwischen dem paO2 und der zugehörigen Sättigung SaO2.
d) die Löslichkeit von O2 im Blut

Thema: Computertomopgraphie (CT)

1. In welchem Wellenlängenbereich liegt die Röntgenstrahlung?

a) 10-3 m bis 10-5 m
b) 10-5 m bis 10-8 m
c) 10-8 m bis 10-13 m
d) 10-13 m bis 10-22 m
e) Röntgenstrahlung besteht nicht aus Wellen

2. Durch welche physikalische Gesetzmäßsigkeit wird in der Computertomographie die Abschwächung der Röntgenstrahlen beschrieben?

a) Das Gesetz von Bernoulli
b) Lambert-Beersches Gesetz
c) Eine Fourier Transformation
d) Die Reynolds-Zahl



3. Die Röntgenstrahlung ist Abhängig von der Geschwindigkeit der erzeugten Elektronen. Diese Geschwindigkeit ist wiederum abhängig von der Beschleunigungsspannung zwischen Kathode und Anode. Wie hoch ist diese Beschleunigungsspannung typischerweise in der allgemeinen medizinischen Diagnostik?

a) Ub = 25 - 150 kV
b) Ub = 150 - 250 kV
c) Ub = 25 - 150 MV
d) Ub = 150 - 250 MV

4. Wie viele Jahre dauerte es nach der Entdeckung der Röntgenstrahlung, bis die ersten CT-Aufnahmen entstanden?

a) 77 Jahre (1895-1972)
b) 30 Jahre (1905-1935)
c) 103 Jahre (1855-1958)
d) 155 Jahre (1789-1944)

Thema: Embryonalkreislauf

1. Der Ductus Arteriosus verschließt sich funktionell unter normalen Umständen

a) Unmittelbar nach der Klemmung der Nabelschnur
b) Nach der kompletten Entfaltung der Lunge
c) Innerhalb der ersten 12 Stunden
d) Innerhalb des ersten Lebensmonats
e) Innerhalb des ersten Lebensjahres

2. Wie hoch ist der aortale Blutdruck im fetalen Kreislauf am Ende der Schwangerschaft?

a) ca. 35 mmHg
b) ca. 45 mmHg
c) ca. 55 mmHg
d) ca. 65 mmHg
e) ca. 75 mmHg


3. Was wird unter dem Begriff Plazentatransfusion verstanden?

a) Verschiebung des plazentalen Blutvolumens in den fetalen Kreislauf während der Presswehen
b) Nach der Entbindung wird das plazentale Blutvolumen durch ein Gefälle in den Neonaten rücktransfundiert
c) Leersaugen der Plazenta und der Nabelvene durch thorakalen Unterduck nach der Geburt
d) Beschreibt den Vorgang, dass der Blutverlust, der durch das Abtrennen der Nabelschnur entstehen kann,
---durch eine Transfusion ausgeglichen werden muss.

4. Welche der folgenden Veränderungen während des Übergangs von der fetalen auf die neonatale Zirkulation tritt unter normalen Umständen nicht auf?

a) Steigerung der Lungendurchblutung aufgrund des fallenden Lungengefäßwiderstandes
b) Anstieg des systemischen Widerstandes und relative Reduzierung der Blutströmung in der Aorta descendens
c) Zunahme des Rechts-Links-Shunts über das Foramen ovale
d) Die erhöhte Sauerstoffkonzentration des perfundierenden Blutes fördert die
---Shuntumkehr und den nachfolgenden funktionalen Verschluss des Ductus arteriosus

Thema: Sensorik an der Herz-Lungen-Maschine (Grundlagen)

1. Auf welchem technischen Funktionsprinzip basiert die Niveauüberwachung?

a) Induktive Messung
b) Spannungsteiler
c) Kapazitve Messung
d) Elektromagnetische Messmethode

2. Auf welcher elektrischen Schaltung basieren überwiegend Druck- bzw. Temperaturmessmethoden?

a) Flip-Flop Schaltung
b) Wheatstone Brückenschaltung
c) Hochpassfilterschaltung
d) Relais-Schaltung


3. Welche der folgenden Methoden wird nicht zur nicht-invasiven Sauerstoffsättigungsmessung angewendet?

a) Emission
b) Infrarotspektroskopie
c) Absorption
d) Reflexion


4. Welche der folgenden Messmethoden kann für die Messung der Gasströme in elektronischen Gasblendern angewendet werden?

a) Thermische Massendurchflussmessung
b) Widerstandsthermometer
c) Optokoppler
d) Dreifasengleichrichter mit 12-Pulsschaltung

Thema: Thrombozyten

1. Die Lebenszeit eines Thrombozyten beträgt

a) ca. 3-5 Tage
b) ca. 5-7 Tage
c) ca. 7-9 Tage
d) ca. 9-11 Tage
e) ca. 11-15 Tage

2. Die normale Thrombozytenanzahl beträgt

a) 100 000-250 000 /µl
b) 150 000-300 000 /µl
c) 200 000-350 000 /µl
d) 200 000-400 000 /µl


3. Bei einem Abfall der Thrombozytenanzahl (Thrombozytopenie) unter welchen Wert
ist mit Störungen der initialen Blutstillung zu rechnen?

a) 140 000 /µl
b) 120 000 /µl
c) 100 000 /µl
d) 80 000 /µl
e) 50 000 /µl

4. Beim Bernard-Soulier-Syndrom zeigen sich bei betroffenen Patienten

a) schwere Blutungen im Bereich der Haut und Schleimhäute
b) eine Thrombozytopenie
c) eine Vergrößerung des Durchmessers der Thrombozyten
d) einen Defekt des Glykoproteinkomplex (GP)

e) Nur Aussage a) und b) sind richtig
f) Nur Aussage a), b) und d) sind richtig
g) Alle Aussagen sind richtig

Thema: Säure-Basen-Haushalt

1. Welches Organ ist nicht an der Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes beteiligt?

a) Lunge
b) Leber
c) Niere
d) Milz
e) Blut

2. Welche Aussage zum Laktat ist nicht richtig?

a) Laktat entsteht durch anaerobe Glykolyse
b) Laktat entsteht aus Pyruvat
c) Laktat wird duch oxidative Phosphorylierung abgebaut
d) Die normale Serumkonzentration des Laktates liegt bei 10 mmol/l



3. Was wird nicht im Stewart-Modell beschrieben?

a) Die Einbeziehung des Prinzips der Elektroneutralität
b) Das Dissoziationsgleichgewicht aller unvollständig dissoziierten Substanzen
c) Die Einbeziehung des Laktats in den Säure-Basen-Haushalt
d) Die Möglichkeit der Berechnung der Gesamtmenge einer unvollständig dissoziierten Substanz
e) Die Berechnung der Elektrolytverschiebung im extrazellulären Volumen


4. Die Anionenlücke beträgt unter physiologischen Bedingungen

a) 05-10 mmol/l
b) 10-15 mmol/l
c) 15-20 mmol/l
d) 20-25 mmol/l
e) 25-30 mmol/l

Thema: Anomalie

1. Das Cor triatriatum ist ein kongenitaler Fehler und betriff fast immer

a) Den rechten Vorhof
b) Den linken Vorhof
c) Den rechten Ventrikel
d) Den linken Ventrikel

2. Die funktionelle Auswirkung des Cor triatriatum ist vergleichbar mit einem/einer:

a) ASD
b) VSD
c) Trikuspitalklappenstenose
d) Mitralklappenstenose


3. Der häufigste angeborene Herzfehler ist ein

a) ASD
b) VSD
c) PDA
d) ISTA


4. Bei wieviel Prozent der Patienten mit einem Sinus venosus Defekt ist eine partielle Lungenfehleinmündung vorhanden

a) Ca. 60 %
b) Ca. 70 %
c) Ca. 80 %
d) Ca. 90 %

Thema: Ultraschall

1. Wie wird heutzutage Ultraschall erzeugt?

a) Silicium Chip
b) Weedstone-Brücke (elektrische Schaltung)
c) Piezoelektrische Quarz- oder Keramikschwinger
d) Transformatorschaltung

2. In welchem Frequenzbereich liegen Ultraschallwellen für den diagnostisch, bildgebenden Bereich?

a) Frequenzen von 16 KHz bis bis 1 MHz
b) Frequenzen von 2 MHz bis 30 MHz
c) Frequenzen von 30 MHz bis 40 MHz
d) Frequenzen größer 1GHz


3. Wie ist die Schallwellengeschwindigkeit c [m/s] definiert
... und wie hoch ist sie in Wasser bzw. Blut?

a) c = Frequenz · Wellenlänge; cBlut ~ 1500 m/s
b) c = Frequenz · Wellenlänge; cBlut ~ 2000 m/s
c) c = Leistung · Wellenlänge; cBlut ~ 1500 m/s
d) c = Leistung · Wellenlänge; cBlut ~ 2000 m/s


4. Wie werden in der kardialen Diagnostik (Echokardiographie) Informationen über Richtung,
...Geschwindigkeit und Beschleunigung des intrakardialen Blutflusses gewonnen?

a) Nyquist Theorem
b) Transit-Time-Verfahren
c) Doppler-Effekt
d) Kontinuitätsgleichung

Thema: Blutkreislauf

1. Wie viel Prozent des zirkulierenden Blutvolumens von 5 l befinden sich im venösen Gefäßsystem?

a) ca. 40-50 %
b) ca. 50-60 %
c) ca. 60-70 %
d) ca. 70-80 %
e) ca. 80-90 %

2. Der Gesamtquerschnitt der Kapillargefäße beträgt

a) ca. 0,05 m2
b) ca. 0,1 m2
c) ca. 0,2 m2
d) ca. 0,3 m2
e) ca. 0,5 m2


3. Welche Aussage zum Preload ist nicht richtig?

a) Ist durch die Länge der Herzmuskelfasern am Ende der Diastole bestimmt
b) Ist direkt abhängig vom systemischen Gefäßwiderstand
c) Kann mittels enddiastolischen linksventrikulären Druckes bestimmt werden
d) Reguliert teilweise die Stärke der Ventrikelkontraktion
e) Ist durch das enddiastolische linksventrikuläre Blutvolumen bestimmt

4. Welche Aussage zum systemischen arteriellen Blutdruck ist nicht korrekt?

a) Ist direkt proportional zum zirkulierenden Blutvolumen
b) Ist abhängig vom Schlagvolumen
c) Ist abhängig vom präkapillaren Widerstand
d) Wird durch verschiedene Hormone reguliert


Thema: Gefäßwiderstand

1. In welchem Bereich liegt der systemische Gefäßwiderstand (SVR)?

a) SVR = 500-1000 dyn s cm-5
b) SVR = 600-1100 dyn s cm-5
c) SVR = 700-1200 dyn s cm-5
d) SVR = 800-1600 dyn s cm-5
e) SVR = 900-1800 dyn s cm-5

2. In welchem Bereich liegt der pulmonale Gefäßwiderstand (PVR)?

a) PVR = 30-150 dyn s cm-5
b) PVR = 40-180 dyn s cm-5
c) PVR = 50-200 dyn s cm-5
d) PVR = 60-220 dyn s cm-5


3. In welchem Bereich liegt der Wedge Druck?

a) PCWP = 5-16 mmHg
b) PCWP = 8-20 mmHg
c) PCWP = 10-22 mmHg
d) PCWP = 15-25 mmHg


4. Eine Wood-Einheit entspricht?

a) 1 Wood = 50 dyn s cm-5
b) 1 Wood = 60 dyn s cm-5
c) 1 Wood = 70 dyn s cm-5
d) 1 Wood = 80 dyn s cm-5
e) 1 Wood = 90 dyn s cm-5

Thema: Katecholamine

1. Welche Ausssage zum Adrenalin ist nicht richtig?

a) Adrenalin bewirkt eine erhöhte Blutdruckamplitude
b) Adrenalin bewirkt einem Anstieg der Herzfrequenz
c) Adrenalin wird in der Nebenniere produziert
d) Die Plasmahalbwertszeit von Adrenalin beträgt bei intravenöser Gabe nur ein bis drei Minuten
e) Adrenalin bewirkt einen deutlichen Anstieg des mitlleren arteriellen Druckes (MAP)
f) Adrenalin bewirkt eine Senkung des Serumkaliumspiegels


2. Adrenalin in kleinen Dosierungen

a) erhöht den gesamtperipheren Widerstand
b) verändert den gesamtperipheren Widerstand nicht
c) erniedrigt den gesamtperipheren Widerstand


3. Aktivierung der ß-Rezeptoren

a) führt als wichtigste Wirkung zur Vasokonstriktion
b) führt als wichtigste Wirkung zur Vasodilatation


4. Noradrenalin wirkt

a) nur an α1-Rezeptoren
b) nur an ß1-Rezeptoren
c) an α1- und ß1-Rezeptoren
d) an α1-, ß1- und ß2-Rezeptoren
e) an α1- und α2-Rezeptoren, sowie an ß1- und ß2-Rezeptoren


Thema: Gehirn

1. Der Circulus arteriosus Willisii ist bei viel Prozent der Menschen inkomplett angelegt?

a) 5%
b) 10%
c) 15%
d) 20%
e) mehr als 20%

2. Wieviel ml Blut durchströmen beim Erwachsenen in einer Minute das Gehirn pro 100 g Gehirngewebe?

a) ca. 50 ml/100g
b) ca. 100 ml/100g
c) ca. 150 ml/100g
d) ca. 200 ml/100g
e) ca. 250 ml/100g
f) ca. 300 ml/100g

3. Wieviel ml Blut durchströmen beim Kleinkind in einer Minute das Gehirn pro 100 g Gehirngewebe?

b) ca. 20 ml/100g
b) ca. 30 ml/100g
c) ca. 40 ml/100g
d) ca. 50 ml/100g
e) ca. 80 ml/100g
f) ca. 100 ml/100g


4. Der Normalwert des intrakraniellen Druckes (ICP) liegt zwischen


a) 06-08 mmHg
b) 10-15 mmHg
c) 12-16 mmHg
d) 14-18 mmHg
e) 15-20 mmHg


Thema: Protamin und Heparin

1. Protamin

a) hat selbst keine antikoagulatorische Wirkung
b) ist kein natürlich vorkommendes Fischprotein
c) senkt den pulmonal vaskulären Widerstand
d) kann Tachykardien auslösen


2. Protamin ist der Antagonist von Heparin

a) 1 ml Protaminsulfat inaktiviert 100 I.E. Heparin
b) 1 ml Protaminsulfat inaktiviert 200 I.E. Heparin
c) 1 ml Protaminsulfat inaktiviert 400 I.E. Heparin
d) 1 ml Protaminsulfat inaktiviert 500 I.E. Heparin
e) 1 ml Protaminsulfat inaktiviert 1000 I.E. Heparin
f) 1 ml Protaminsulfat inaktiviert 2000 I.E. Heparin
g) 1 ml Protaminsulfat inaktiviert 5000 I.E. Heparin


3. Was trifft für Heparin nicht zu?

a) Heparin kommt natürlich in basophilen Granulozyten vor
b) Heparin besitzt eine lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung
c) Heparin ist ein Gemisch aus Polysacchariden unterschiedlichen Molekulargewichts
d) Heparin kann Thrombosen verursachen


4. Die Halbwertszeit von Heparin beträgt


a) ca. 30 min
b) ca. 60 min
c) ca. 90 min
d) ca. 120 min


Thema: Erythrozyt

1. Wie hoch ist die Lebensdauer eines Erythrozyten?

a) 60 Tage
b) 80 Tage
c) 100 Tage
d) 120 Tage
e) 140 Tage


2. Wie hoch ist die Erythrozytenzahl im Blut bei Frauen?

a) 3,4-4,6 · 106/µl
b) 3,6-4,8 · 106/µl
c) 3,8-5,0 · 106/µl
d) 4,0-5,2 · 106/µl
e) 4,2-5,4 · 106/µl

3. Wie lange ist ein Erythrozytenkonzentrat bei 4° C ± 2° C Lagerung haltbar?

a) 32 Tage
b) 42 Tage
c) 47 Tage
d) 52 Tage
e) 57 Tage


4. Um wieviel g/dl wird der Hämoglobinwert eines Patienten nach Applikation eíner Blutkonserve (30 ml/kg/KG) erhöht?

a) ca. 0,5 g/dl
b) ca. 1,0 g/dl
c) ca. 1,5 g/dl
d) ca. 2,0 g/dl
e) ca. 2,5 g/dl



Thema: Niere

1. Wie hoch ist die glomuläre Filtrationsrate (GFR) beider Nieren pro Tag?

a) 80 l
b) 180 l
c) 280 l
d) 380 l
e) 480 l


2. Welche ungefähre Urinmenge wird innerhalb von 24 Stunden von beiden gesunden Nieren zusammen produziert?

a) 500 ml
b) 1000 ml
c) 1500 ml
d) 2000 ml
e) 2500 ml


3. Welche Kraft wirkt der glomulären Filtration entgegen?

a) Der glomeruläre hydrostatische Kapillardruck
b) Der kapsuläre Druck
c) Der Staudruck
d) Der kolloidosmotische Druck in den Kapillaren
e) Der kapsuläre und der Staudruck
f) Der kapsuläre und kolloidosmotische Druck in den Kapillaren
g) Der Staudruck und kolloidosmotische Druck



Thema: Koronarversorgung

1. Durch welche Koronararterie werden die ventralen Anteile des Septums überwiegend versorgt?

a) RCA
b) RCX
c) RIVA
d) Diagonaläste D1 und D2
e) Marginaläste M1 und M2


2. Wie hoch ist der mittlere Koronarfluss?

a) 30-40 ml/min pro 100 g Gewebe
b) 40-50 ml/min pro 100 g Gewebe
c) 50-60 ml/min pro 100 g Gewebe
d) 60-70 ml/min pro 100 g Gewebe
e) 70-80 ml/min pro 100 g Gewebe


3. Wie hoch ist die Koronarreserve?

a) 1-2 fache des Ruhewerts
b) 2-3 fache des Ruhewerts
c) 3-4 fache des Ruhewerts
d) 4-5 fache des Ruhewerts
e) 6-8 fache des Ruhewerts


4.
Wie hoch ist die arteriovenöse Sauerstoffdifferenz AVDO2 des Herzens?

a) 100 ml O2/l Blut
b) 140 ml O2/l Blut
c) 170 ml O2/l Blut
d) 210 ml O2/l Blut
e) 280 ml O2/l Blut


Thema: Atmung

1. Wie hoch ist das Atemzug - oder Tidalvolumen (VT) eines Erwachsenen?

a) 050-200 ml
b) 100-300 ml
c) 200-400 ml
d) 350-800 ml
e) 800-1200 ml



2. Wie hoch ist die Vitalkapazität der Lunge eines Erwachsenen?

a) 1500 ml
b) 2500 ml
c) 3500 ml
d) 4500 ml
e) 5500 ml



3. Wie hoch ist die Atemfrequenz eines Erwachsenen?

a) 3-5 Atemzüge/min
b) 6-10 Atemzüge/min
c) 16-20 Atemzüge/min
d) 30-40 Atemzüge/min
e) 50-60 Atemzüge/min


4. Wie hoch ist der Sauerstoffverbrauch eines Erwachsenen unter Ruhebedingungen?

a) 75 ml/min
b) 150 ml/min
c) 300 ml/min
d) 600 ml/min
e) 900 ml/min

Thema: Sauerstoff

1. Wie hoch ist der Sauerstoffgehalt der Ausatemluft?

a) 0,05 %
b) 17 %
c) 21 %
d) 35 %
e) 79 %


2. Beim morgendlichen Check Ihrer 2 Liter Sauerstoffflasche für ein transportables ECMO - System stellen Sie einen Restdruck von 50 bar fest.
Wie viel Liter Sauerstoff stehen Ihnen noch zur Verfügung?

a) 5 l
b) 10 l
c) 50 l
d) 100 l
e) 500 l



3. Wie hoch ist der Sauerstoffpartialdruck der Inspirationsluft auf Höhe des Meeresspiegels?

a) 40 mmHg
b) 100 mmHg
c) 120 mmHg
d) 150 mmHg
e) 760 mmHg



4. Wie viel Sauerstoff kann der Mensch unter Raumluftatmung im Myoglobin der Muskelzellen speichern und somit als Sauerstoffreserve nutzen?

a) ca. 50 ml
b) ca. 100 ml
c) ca. 150 ml
d) ca. 200 ml
e) ca. 400 ml



Quizfragen 2012