Berufsfeld Kardiotechnik
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2. Blutwerte: Kontrolle, Bewertung und adäquate Reaktion |
Die Qualität und somit der Erfolg der Perfusion spiegelt
sich nicht nur in Druck-, Fluss- und Temperaturwerten wieder, sondern ist
auch an verschiedensten Blutparametern abzulesen. Somit gehören auch das
routinemäßige Arbeiten mit Laboranalysegeräten und das adäquate Reagieren
auf ermittelte Werte zu den täglichen Aufgaben des Kardiotechnikers. Nur
fundierte Kenntnisse über Hämatologie, Mikrobiologie, Hygiene, Analyseverfahren
und Gerätekunde (zur Wartung, Pflege und Qualitätssicherung der Analysegeräte)
ermöglicht eine optimale Steuerung der EKZ. Zu den zu überwachenden Blutparametern
gehören:
pH-Wert
Sauerstoffpartialdruck
(pO2)
Kohlendioxidpartialdruck
(pCO2)
Standardbikarbonat
(SBC)
Basenüberschuss
(BE)
Hämatokrit
(Hkt)
Hämoglobingehalt
(Hb)
Serumelektrolyte:
Kalium (K+), Natrium (Na+), Calcium (Ca2+)
Gerinnungsparameter:
Activated clotting time (ACT),
.. Anti-Thrombin-III-Konzentration (AT III)
Glukosekonzentration
Laktatkonzentration
Osmolarität
Kolloidosmotischer
Druck (KOD)
Proteinkonzentration
Spezielle
Laborparameter (z. B. Heparinkonzentration,
.. Gerinnungsanalyse anhand von Thrombelastogrammen)
Die Beurteilung dieser Werte und die folgerichtige selbständige Beeinflussung
der Laborwerte im Sinne einer Anpassung an die klinikspezifischen Sollwerte
haben einen besonderen Stellenwert während der Führung der EKZ. Neben diesen
Routinelaborwerten sind häufig auch spezielle Analysen im Rahmen von Beurteilungen
neuer Produkte erforderlich. Zur Qualitätssicherung gehören die Durchführung
und Überwachung von Kalibrierungsvorgängen an den Analysegeräten. Diese
sind erforderlich, um die Zuverlässigkeit der Analyse zu dokumentieren und
Basisinformationen über die Genauigkeit der Messergebnisse zu erhalten.
Die Kenntnisse über die Genauigkeit der Messung sind Voraussetzung zur Beurteilung
der Analysenwerte
39. Internationalen
Jahrestagung der DGfK in Weimar