Akademischer Beirat
Spätestens
seit der ersten Herzoperation unter Einsatz einer extrakorporalen Zirkulation
durch Gibbon im Jahr 1953 ist die Herzchirurgie eng mit der Kardiotechnik
verbunden. Somit hat sich gerade in dieser chirurgischen Disziplin die Einführung
eines neuen Spezialistentums wie das der Kardiotechnik bewährt. Seit vielen
Jahren arbeiten Perfusionisten mit hohem Know-how an der Seite von Herzchirurgen
und Kardioanästhesisten und tragen mit ihrer Expertise zu dem immer besser
werdenden Outcome kardial erkrankter Patienten bei. Die Herzchirurgie ist
seit einigen Jahren im Wandel. Um immer älter werdenden Patienten gerecht
zu werden, konnte mit innovativen neuen Verfahren die Invasivität reduziert
werden. Leistungsdaten der DGTHG konnten aufzeigen, dass bei einem stetig
steigenden Durchschnittsalter der Patienten in Deutschland die Mortalität
konstant niedrig ist. Dieses Phänomen ist mit neuen operativen Techniken
zu erklären, die auch für die Kardiotechnik eine Herausforderung bieten.
Umso kontroverser ist die Situation der immer noch fehlenden Anerkennung
dieses Berufs in Deutschland. In Ländern wie den USA oder Australien ist
der Beruf des klinischen Perfusionisten bereits offiziell anerkannt und
somit auch geschützt. Von einem geschützten medizinischen Fach beruf profitieren
in erster Linie Patienten, da sie so ausschließlich durch qualifiziertes
Personal betreut werden. Mit einem steigenden Ausbildungsniveau der Handelnden
erhöht sich somit auch die Sicherheit für unsere Patienten. Während heutzutage
neu angestellte Kardiotechniker eine Ausbildung oder ein Studium mit perfusionsrelevanten
Inhalten absolviert haben, setzt sich die Gruppe der derzeit in Deutschland
schon tätigen Kardiotechniker aus vielen unterschiedlichen ersterlernten
Berufen zusammen. Diese Situation macht eine pauschale Anerkennung auf dem
Niveau eines bestimmten Berufsabschlusses obsolet. Somit müssen für den
designierten Kardiotechnikerberuf gemeinsame Ausbildungskriterien definiert
und Eingangsvor aussetzungen für den Beitritt etwa in einem postgraduellen
Kurs festgelegt werden. Die dann stattfindende Ausbildung sollte alle relevanten
Themen der Betreuung eines herzchirurgischen Patienten abbilden und den
Perfusionisten in die Lage versetzen, selbstständig im Kontext einer Herzoperation
zu arbeiten. In das Curriculum gehören neben den technischen Themen vor
allem auch Fächer wie Anatomie, Physiologie und pathophysiologische Inhalte.
Als Delegierter der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
im akademischen Beirat der Kardiotechnik unterstütze ich die Festlegung
eines Ausbildungsniveaus auf Minimalbasis des Zertifikats des European Board
of Cardiovascular Perfusion. Die DGTHG hat sich gemeinsam mit der DGfK für
das ECCP ausgesprochen, um über dieses gemeinsame berufsfeldübergreifende
Basisniveau alle klinisch tätigen Kardiotechniker zusammenzufassen und auf
dieser Basis die politische Anerkennung des Berufs zu erreichen. Zudem wäre
eine Festlegung des Mindestniveaus auf Höhe des ersten akademischen Grades
des „Bachelor of Science“ für alle Neuabsolventen wünschenswert. Eine somit
stattfindende Akademisierung des Berufs würde sich sicher positiv auf die
interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Kardiotechnikern und Ärzten auswirken.
Sehr geehrte Kollegen, nutzen Sie die historische Chance, eine Berufsanerkennung
für sich zu e rreichen. Wir als Herzchirurgen unterstützen Sie hierbei gern.
Prof. Dr. Nicolas Doll Ärztlicher Direktor Sana Herzchirurgie Stuttgart
Erster ECCP-Upgrade-Kurs (2011)
2011 haben 17 Kollegen den Kurs besucht und insgesamt 35
Anmeldungen sind eingegangen. Die ersten acht Kollegen haben am 18.11.2011
die schriftliche Prüfung absolviert. Die Kurse des kommenden Jahres sind
gut belegt, der Upgrade Kurs wird sehr gut angenommen. Alle
Termine finden Sie hier.
Erster ECCP-Upgrade-Kurs (2011) Den ersten Block - mit wissenschaftlich
technischem Schwerpunkt - zur Erlangung der ECCP-Zertifikation haben 12
Teilnehmer aus ganz Deutschland an der Hochschule Furtwangen, Villingen-Schwenningen,
Ende Juli und Ende September erfolgreich absolviert. Wesentliche Schwerpunkte
wie physikalische Grundlagen, Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten
und technische Aspekte der EKZ wurden von den Dozenten der HFU unter der
Leitung von Prof. Dr. Haimerl den Teilnehmern vermittelt. Behandelt wurden
zudem die Vorbereitung der Projektarbeiten und die mündliche Prüfung. Weiterhin
wurden kritische Situationen aus der klinischen Praxis am EKZ-Simulator
nachgestellt. Hervorzuheben ist der gute kollegiale Austausch und der Einblick
in die Arbeitsabläufe anderer Kliniken in einer ungezwungenen Expertenrunde.
Die Teilnehmer starteten im Oktober den zweiten Block des Upgrade-Kurses
und absolvierten im November 2011, nach dem dritten Block, die Prüfung.
Informationen zum Akademischen Beirat
Die
Anerkennung des Berufs Kardiotechnik in Deutschland hat für die Deutsche Gesellschaft
für Kardiotechnik (DGfK) oberste Priorität. Nur über eine offizielle Anerkennung
des Berufsbilds kann der Beruf seine Aufgabengebiete und Verantwortungsbereiche
schützen und erweitern. Die Organisation dieses Projekts und der damit verbundenen
notwendigen Kurse bedeuten einen hohen personellen und mentalen Aufwand. Der Vorstand
der DGfK hat deshalb beschlossen (siehe Protokoll der Vorstandssitzung, Berlin,
22.9.2010), einen Akademischen Beirat zu gründen. Dieses Gremium soll sich ausschließlich
mit der Thematik der Berufsanerkennung beschäftigen und ist nach dem Vorbild des
wissenschaftlichen Beirats organisatorisch dem Vorstand der DGfK unterstellt:
- Die Mitglieder des akademischen Beirats werden vom Vorstand
der DGfK bestellt.
- Die Delegierten der beteiligten Berufsverbände
werden vom Vorstand bei den jeweiligen Verbänden angefragt.
- Den Vorsitz
führt ein klinisch tätiger Kardiotechniker.
- Der akademische Beirat
ist dem Vorstand der DGfK rechenschaftspflichtig.
- Der Vorstand der
DGfK hat ein Vetorecht für Entscheidungen des Beirats
-
|
Dem Rat gehören folgende Mitglieder an:
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|---|---|
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- Mind. 1 Mitglied des Vorstands der DGfK |
Adrian Bauer ECCP, MCT |
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- 1 Vorsitzender |
Adrian Bauer ECCP, MCT |
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- Erster Sekretär |
Johannes Gehron ECCP; BSc (Open) |
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- Vertreter nationaler Hochschulen bzw. |
Prof. Dr. Gerd Haimerl |
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- Delegierter der DGTHG |
Prof. Dr. Nicolas Doll |
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- Nationaler Delegierter der DGfK zum EBCP |
Jan Schaarschmidt ECCP, MCT |
Das EBCP hat laut Beschluss von Kopenhagen 2010 an die DGfK der Durchführung
eines Upgrade-Kurses für die nachträgliche Qualifizierung aller klinisch
tätigen Kardiotechniker in Deutschland ohne ECCP zugestimmt. Der akademische
Beirat dient zunächst als organisatorische Stelle zur Durchführung dieses
Upgrade-Kurses.
Aufgaben:
- Kontakt zu Ausbildungsstätten
- Kontakt zu anderen internationalen Fachgesellschaften und
- zu europäischen Gesellschaften (EBCP)
- Erarbeitung von Anerkennungskonzepten ausländischer Ausbildungen und
Zertifizierung bzw.
- Berufsanerkennungen (z. B. Großbritannien,
Österreich, USA),
- Erstellung des Ausbildungscurriculums
- Organisation der praktischen und theoretischen Prüfungen
- Finanzielle Planung unter Absprache mit dem Vorstand der DGfK
Aufnahmebedingungen
In Deutschland klinisch tätige Kardiotechniker, Deutsche oder Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik. Stichtag für eine Aufnahme in den Upgrade Kurs ist eine Beschäftigung als Kardiotechniker am 1. Mai 2010.
Kursstruktur
Die absolute Dauer des Kurses beträgt zunächst 3 Jahre. Jedes Jahr werden alle
Kurse in den relevanten Fächern angeboten. Für die unterschiedlichen Fächer werden
Fortbildungspunkte (FP) erworben. Hat man alle Punkte erreicht, wird die Zulassung
zur Prüfung nach ECCP erteilt.
Der Kurs beinhaltet 600 Stunden
= 600 Fortbildungspunkte (FP) aufgeteilt in drei Teile:
| 1. |
Anwesenheitskurse | 200 h |
| 2. |
Selbststudium | 200 h |
| 3. |
Projektarbeit / Studie | 200 h |
Anwesenheitskurse
Pro Block kann nur eine begrenzte Teilnehmerzahl aufgenommen werden. Die Einteilung
hierfür läuft chronologisch nach Posteingangstempel der Anmeldungen. Prinzipiell
kann der Kurs innerhalb eines Jahres (5 Wochen /Jahr) oder auch in bis
zu 3 Jahren (1-2 Wochen/Jahr) absolviert werden. Unter Umständen kann
es also sein, dass den Kollegen Ausweichtermine angeboten werden müssen. Die Kursgebühren
errechnen sich aus den Kosten für die Anwesenheitskurse für Nichtmitglieder liegen
sie bei 960 Euro für Mitglieder des Vereins bei 860 Euro. Bitte
geben Sie auch alle Vorbildungen, wie Fachkurse oder Hochschulweiterbildungen
mit an und legen Sie der Anmeldung eine Kopie der Abschlüsse bei. Es können Anerkennungen
durchgeführt werden. Somit kann es sein, dass es nach erfolgter Einzelfallprüfung,
nicht nötig ist alle Blöcke der Weiterbildungsmaßnahme absolvieren zu müssen.
Teilen Sie Ihren Wunsch nach Anerkennung von Vorbildungen bitte schriftlich mit.
Anmeldeformular
Upgrade-Kurs
Selbststudium
Die Anerkennung hierfür erfolgt automatisch und ergibt sich aus dem Lernaufwand zur Prüfungsvorbereitung und zur Belegarbeit.
Erstellung einer Belegarbeit / Studie
200 Stunden = 200 FP Der Teilnehmer erstellt eine wissenschaftliche
Arbeit in den Themengebieten: Kardiotechnik, Perfusion, Medizintechnik,
Medizin, Anästhesie oder Kardiochirurgie. Laut Beschluss vom 11.11.2011
(2. Sitzung des akademischen Beirats) sind die Bedingungen für die Erstellung
der Belegarbeit modifiziert.
1. Es muss ein Betreuer benannt werden, wahlweise stellt
der Akademische Beirat einen Betreuer
2. Anzahl der Wörter 1500-5000
3. Neben schon geprüften Diplomarbeit, Bachelor -/ oder Masterarbeiten können
auch Veröffentlichungen
-- (durch Gutachter beurteilte Originalarbeiten)
eingereicht werden.
-- (auch schon veröffentlichte Arbeiten können
eine Anerkennung erhalten)
Die Belegarbeit kann als mündliche Prüfung (ECCP) auf einem Kongress (Anwesenheit
eines durch den ABK akkreditierten Prüfers ist nötig) oder wahlweise vor
einer Prüfungskommission präsentiert und verteidigt werden. Eine bereits
absolvierte Diplomarbeit, Bachelor -/ oder Masterthesis kann anerkannt werden
Anmeldeformular
Belegarbeit
Kontakt zum wissenschaftlichen Beirat
Sollten
Sie organisatorische Fragen haben, können Sie sich an Frau Pötzsch,
per Email
Sekretariat.AkademischerBeirat
oder
telefonisch wochentags unter der Telefonnummer 034903 / 49-352
wenden.
Für alle weiteren Fragen steht Ihnen der akademische Beirat
immer unter
der E-Mail Adresse akademischer.beirat@dgfkt.de
zur Verfügung.
Bitte schicken Sie den Antrag an:
Sekretariat des Akademischen Beirats der DGfK e.V.
Frau Andrea Pötzsch
MediClin Herzzentrum Coswig
Lerchenfeld 1
06869 Coswig
KONTO: DGFKT (hierhin bitte die Gebühr überweisen)
Kontoinhaber : DGFK e.V.
Kontonummer: 12782108
BLZ: 37050198
Betrag: siehe Antrag
Formulare
1.
Anmeldung
2. Anmeldung
Belegarbeit
3. Evaluierungsbogen
der Kurse
4. Brief
der Herzchirurgen zum ECCP
5. Anmeldung
zu Prüfung ECCP
6. Leitfaden
zur Prüfungsvorbereitung
Termine 2013
|
Termine 2013
|
||
|---|---|---|
|
Block 3
|
Medizinischer Block
|
|
|
Block 3a
|
Akademie für Kardiotechnik, Berlin
|
04.03. - 08.03.2013
|
|
Block 3b
|
Akademie für Kardiotechnik, Berlin
|
11.11. - 15.11.2013
|
|
Kerkrade
|
21.10. - 25.10.2013
|
|
|
Villingen Schwenningen, Kurs A
|
22.07 - 26.07.2013
|
|
|
Villingen Schwenningen, Kurs B
|
23.09 - 27.09.2013
|
Adresse Ausbildungsstätten
1. HFU, Hochschule Furtwangen University:
Professor Dr. med. Dipl.-Ing. (BA)
Gerd Haimerl
Institut für Angewande Forschung
Hochschule Furtwangen
University Campus Schwenningen
Jacob Kienzle Straße 17
78054 Villingen-Schwenningen
Tel. 07720/307-4379
Internet: www.fh-furtwangen.de
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2. Perfusioncollege / Kerkrade
Kontakt: Christiaan Matheve
Medtronic CardioVascular Operations
Valkenhuizerlaan 16
6466 ND Kerkrade
The Netherlands
Tel.: 0031 45 5668 670
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3. AfK, Akademie für Kardiotechnik / Berlin:
Dipl.-Med. Päd. Frank Merkle
Deutsches Herzzentrum Berlin
Akademie für Kardiotechnik
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Germany
Clinic tel.: 0049-30-4593 7125
Clinic fax: 0049-30-4593 7139
Internet: www.dhzb.de

